OnlyFans Finanzamt Steuern: Die 3 wichtigsten Tipps

Lesezeit:
3 Minuten

Thema:
Finanzamt & Steuern
Wenn du auf OnlyFans aktiv bist und dort Einnahmen erzielst, führt kein Weg am Thema Steuern vorbei. Viele Creatorinnen und Creator unterschätzen am Anfang, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit dem Finanzamt auseinanderzusetzen.
Wer hier zu lange wartet oder denkt, dass kleine Beträge unproblematisch sind, läuft Gefahr, später hohe Nachzahlungen oder sogar Strafen zu kassieren. Damit dir das nicht passiert, findest du hier die 3 wichtigsten Tipps rund um OnlyFans und Steuern. So kannst du dich voll auf deinen Content konzentrieren und musst dir um finanzielle Risiken keine Sorgen machen.

Schon gewusst?
Wenn du dein Gewerbe zu spät anmeldest, kann das nicht nur zu Bußgeldern führen das Finanzamt kann auch rückwirkend Steuern und Säumniszuschläge verlangen.
◯ Melde dein Gewerbe rechtzeitig an
Auch wenn du auf OnlyFans „nur ein paar Bilder“ hochlädst oder Videos verkaufst: Sobald du damit Geld verdienst und das regelmäßig, bist du offiziell gewerblich tätig. In Deutschland musst du in diesem Fall ein Gewerbe anmelden und das idealerweise bevor du die ersten Einnahmen erzielst. Die Anmeldung erfolgt beim Gewerbeamt deiner Stadt oder Gemeinde und ist meist schnell erledigt. In vielen Städten geht das heute auch bequem online. Die Kosten dafür liegen je nach Standort zwischen 20 und 50 Euro.
Nach deiner Anmeldung wird das Finanzamt automatisch informiert und schickt dir anschließend einen sogenannten „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“. Dort musst du unter anderem angeben, welche Einnahmen du voraussichtlich erzielen wirst, ob du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen möchtest und welche Art von Tätigkeit du ausübst. Als Tätigkeitsbeschreibung empfiehlt es sich, eine neutrale Formulierung wie „Erstellung und Verkauf digitaler Inhalte“ zu wählen.
Viele unterschätzen die Folgen einer unterlassenen Anmeldung: Wer ein Gewerbe betreibt, es aber nicht anmeldet, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch Nachzahlungen und im schlimmsten Fall ein Steuerstrafverfahren wegen Steuerhinterziehung. Die Behörden können rückwirkend prüfen, ob du Einkünfte verschwiegen hast und das über viele Jahre hinweg.
Wichtige Punkte:
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Gewerbe vor den ersten Einnahmen anmelden
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Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen
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Neutrale Tätigkeitsbeschreibung wählen
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Bei Versäumnissen drohen hohe Strafen

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◯ Warum ein Steuerberater eine riesige Hilfe ist
Ein spezialisierter Steuerberater ist für OnlyFans-Creator fast unverzichtbar, wenn sie auf der sicheren Seite stehen wollen. Steuerberater kennen sich nicht nur mit den allgemeinen Pflichten aus, sondern können dir auch wertvolle Tipps geben, wie du legal Steuern sparen kannst. Er oder sie hilft dir dabei, dein Gewerbe korrekt anzumelden, die passende Rechtsform zu wählen (zum Beispiel Einzelunternehmen oder später eventuell GmbH) und deine Steuererklärungen vollständig und fehlerfrei einzureichen.
Darüber hinaus erklärt dir ein Steuerberater, welche Ausgaben du absetzen darfst und wie du Rücklagen sinnvoll bildest. Ein erfahrener Steuerberater erinnert dich an wichtige Fristen und sorgt dafür, dass du nichts vergisst. So vermeidest du Mahngebühren, Strafzuschläge oder schlimmere Konsequenzen.
Gerade bei digitalen Geschäftsmodellen wie OnlyFans, bei denen auch Auslandseinnahmen, Plattformprovisionen und digitale Dienstleistungen eine Rolle spielen, ist professioneller Rat Gold wert. Du kannst dich ganz auf deine kreative Arbeit konzentrieren und musst dir um steuerliche Details keine Sorgen machen.
Vorteile eines Steuerberaters:
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Anmeldung und Rechtsformberatung
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Hilfe bei Steuererklärungen und Buchhaltung
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Optimierung deiner Steuerlast
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Schutz vor Fehlern und Strafen

◯ Rücklagen für die Steuer bilden
Ein häufig unterschätztes Problem bei OnlyFans und ähnlichen Plattformen ist, dass du deine Einnahmen direkt brutto erhältst – das heißt, es wird zunächst kein Cent Steuern automatisch abgezogen. Damit bist du selbst dafür verantwortlich, einen Teil deiner Einkünfte zur Seite zu legen, um später deine Steuerlast begleichen zu können. Wer hier nicht rechtzeitig vorsorgt, riskiert eine böse Überraschung, wenn die Steuererklärung fällig wird.
Als Faustregel solltest du von jedem Zahlungseingang mindestens 30 % bis 40 % auf ein separates Konto überweisen. Dieses Geld rührst du am besten gar nicht erst an, damit du die fälligen Steuern problemlos bezahlen kannst. Bedenke, dass nicht nur Einkommensteuer anfallen kann, sondern ab einem Gewinn von rund 24.500 € im Jahr auch Gewerbesteuer. Überschreitest du 22.000 € Umsatz im Jahr, musst du zudem Umsatzsteuer auf deine Einnahmen erheben und abführen.
Ohne Rücklagen kommt es schnell zu Liquiditätsproblemen. Nachzahlungen können hoch ausfallen, dazu kommen möglicherweise Säumniszuschläge und Mahngebühren. Wer dann nicht zahlen kann, muss mit weiteren Maßnahmen wie Kontopfändungen oder Vollstreckungen rechnen. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an diszipliniert vorzugehen und monatlich Rücklagen zu bilden.
Zusammenfassung:
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Mindestens 30–40 % der Einnahmen für Steuern zurücklegen
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Rücklagen auf ein separates Konto überweisen
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Steuern nicht vergessen: Einkommen-, Gewerbe- und ggf. Umsatzsteuer
-
Rücklagen verhindern finanzielle Engpässe

Schon gewusst?
Ein Steuerberater kostet zwar Geld kann dir aber oft ein Vielfaches davon sparen, indem er dir zeigt, welche Ausgaben du absetzen und welche Förderungen du nutzen kannst.
◯ 4. Welche Kosten kannst du steuerlich absetzen?

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◯ Welche Strafen drohen, wenn du nichts meldest?
Das Finanzamt nimmt Verstöße gegen die Steuerpflicht sehr ernst – auch bei Nebeneinkünften oder kleinen Beträgen. Wer seine Einnahmen nicht angibt oder falsche Angaben macht, begeht in Deutschland Steuerhinterziehung, und das kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Typische Sanktionen sind hohe Steuernachzahlungen, Säumniszuschläge, Bußgelder und Strafverfahren. Je nach Schwere des Falls können sogar Geldstrafen oder Freiheitsstrafen verhängt werden. Das Finanzamt kann deine Aktivitäten bis zu 10 Jahre rückwirkend prüfen. Wenn festgestellt wird, dass du Einnahmen verschwiegen hast, musst du nicht nur die Steuern nachzahlen, sondern auch mit empfindlichen Strafzinsen rechnen.
Auch wenn es verlockend erscheinen mag, kleine Beträge nicht anzugeben: Das Risiko ist es nicht wert. Das Finanzamt arbeitet mit modernen Analysetools, Plattformen wie OnlyFans kooperieren teilweise mit Behörden, und durch Bankdatenabgleiche können Zahlungen leicht nachverfolgt werden. Ehrlichkeit und Transparenz sind hier die beste Strategie.
Mögliche Strafen bei Verstößen:
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Nachzahlungen mit hohen Zinsen
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Bußgelder und Säumniszuschläge
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Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung
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Freiheitsstrafe in schweren Fällen
◯ Fazit: Ein Steuerberater lohnt sich!
Wer OnlyFans als Einkommensquelle nutzt, sollte sich unbedingt frühzeitig um steuerliche Angelegenheiten kümmern. Eine rechtzeitige Anmeldung des Gewerbes, das Bilden von Rücklagen und eine saubere Buchhaltung legen die Grundlage für ein entspanntes Arbeiten ohne Angst vor dem Finanzamt.
Ein Steuerberater ist hier eine echte Investition in deine finanzielle Sicherheit und in deinen langfristigen Erfolg. Er hilft dir nicht nur, Fehler zu vermeiden, sondern kann dir oft auch zeigen, wie du ganz legal deine Steuerlast optimierst.
Zusammengefasst gilt: Wer sich früh organisiert und sich professionelle Unterstützung holt, arbeitet entspannter, sicherer und langfristig erfolgreicher. Lieber jetzt etwas Zeit und Geld in Ordnung und Beratung investieren als später teuer für Versäumnisse bezahlen.